28 Zoll, 650B, welche Breite und welches Profil?

Laufradgrößen und Reifenbreiten bei Gravelbikes

25. Februar 2020
Laufradgrößen und Reifenbreiten bei Gravelbikes

Gravel Bikes sind im Wesentlichen Offroad-taugliche Rennräder. Das Einsatzspektrum dieser Bikes ist riesig und reicht von sportlichen Touren über Straßen und Abstechern auf Waldwegen bis zu Bikepacking Trips mit massiver Gewichtszuladung. Je nach Einsatzbereich solltest du die richtige Reifenbreite und gegebenenfalls auch die richtige Laufradgröße wählen.

Bist du mit deinem Gravel Bike hauptsächlich auf Straßen unterwegs, möchtest nur gelegentlich die viel befahrenen Haupt- und Landstraßen meiden und dafür auf Schotterwege ausweichen? Nutzt du dein Gravel Bike hauptsächlich Offroad und willst auch mal leichte Trails mitnehmen oder bist du der Bikepacking Typ, der gerne lange Trips ohne Support macht und deshalb viel Gepäck dabei hat? Je nachdem was dein Fokus mit dem Gravle Bike ist, solltest du den richtigen Reifen wählen. Nachdem der Einsatzbereich von Gravel Bikes so vielseitig ist, bieten auch die Reifenhersteller diverse Profile, Karkassen Stärken und sogar Durchmesser der Reifen an.

Basics

Hast du bereits ein Gravel Bike, so solltest du definitiv die Herstellerfreigaben und Empfehlungen im Bezug auf Reifenbreiten und Laufraddurchmesser beachten. Manche Gravel Bikes sind eher umfunktionierte Endurance Rennräder, die keine breiteren Reifen zu lassen als 30 mm. Die Möglichkeit zwischen 28 Zoll und 650B zu wechseln bieten bisher auch nur wenige Hersteller.

Bist du dran, dir ein neues Bike zuzulegen, dann solltest du genau beachten welche Dimensionen der Laufräder am Bike möglich sind. Daher solltest du dir halbwegs im klaren sein, wofür du dein Gravel Bike nutzen möchtest und deine Kaufentscheidung danach richten.

Viel Zuladung oder starker Offroad Einsatz.

Packst du viel Gewicht auf dein Bike, so ist das Volumen und die Karkassen-Stärke des Reifens entscheidend. Ein Reifen mit mehr Volumen kann größere Unebenheiten des Untergrunds absorbieren und eine starke Karkasse bietet mehr Dämpfung. Reifen mit diesen Attributen bieten mehr Komfort, Pannensicherheit und Grip, rollen jedoch langsamer und sind in der Regel schwerer.

Fährst du zudem gern auch dann, wenn die Bodenverhältnisse nicht immer optimal sind, zum Beispiel bei schlechtem Wetter oder Matsch, so solltest du besonderen Wert auf das Profil der Reifen legen. Höhere Stollen bieten mehr Grip bei schlechten Verhältnissen erhöhen jedoch auch den Rollwiderstand.

Reifenbreiten ab 40 mm sind zu empfehlen und wenn du dich nach einem neuen Bike umsiehst, kannst du die 650B Laufräder in Betracht ziehen. Die meisten Bikes nehmen mit den 650B oder 27,5 Zoll Laufrädern nochmal breitere Reifen auf.

Geschwindigkeit

Ist die Geschwindigkeit das Beste für dich am Graveln und dein Einsatzbereich eher auf gut angelegte Forstwege und Straßen beschränkt, so solltest du Reifen mit wenig Profil oder sogar einem profillosen Mittelsteg wählen. Eine Reifenbreite von 30 bis 35 mm ist für diesen Einsatzzweck in der Regel ausreichend und bietet dir geringeren Rollwiderstand als ein breiter und profilierter Reifen. Sind Offroad-Ausflüge eher eine Seltenheit für dich, so kannst du eine leichtere Karkasse wählen. Das steigert die Beschleunigung deines Bikes und du sparst etwas Gewicht.

Zusammengefasst

Im Wesentlichen sind drei Parameter für die richtige Reifenwahl entscheidend. Eine starke Karkasse verleiht dem Reifen mehr Robustheit, ein grobes Profil erzeugt mehr Grip im Gelände und das Volumen erhöht den Durchschlagschutz und Komfort, doch erhöhen alle diese Faktoren den Rollwiderstand und machen den Reifen langsamer.

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