Wieso verstellt sich die Schaltung überhaupt?

Wenn du am Lenker schaltest, wird mittels eines dünnen Seilzugs das Schaltwerk hinten am Zahnkranz aktiviert. Das Schaltwerk trägt die Kette den Ritzelberg eins hoch oder eins runter.

Die Schwachstelle im System ist der circa 1,70m lange dünne Stahldraht-Seilzug, in der Fachsprache als Schaltzug bezeichnet. Der dehnt sich leider im Gebrauch und dann ist es aus mit der Schaltpräzision: Hinten kracht und scheppert es.

Unsere Mechaniker versuchen dem durch ein „pre-stretching“ des neuen Schaltzugs entgegenzuwirken. Leider hält das oft nicht lange vor und so kann es sein, dass sich die Schaltung am neuen Bike relativ schnell wieder verstellt. Ist der Schaltzug nach gewisser Zeit „ausgedehnt“, dann bleibt die Einstellung der Schaltung über lange Zeit korrekt justiert.

Genau an der Stelle, wo der Schaltzug in den Schalthebel am Lenker mündet, hat Shimano eine praktische Stellschraube angebracht, mit der man das Problem der Dehnung im Schaltzug kompensieren kann. Diese Stellschraube erfordert kein Werkzeug! Sie kann ganz leicht von Hand verstellt werden.

Und so geht es: Die große schwarze Einstellschraube aus Kunststoff ein klein wenig nach vorne drehen. Dann die Schaltung probieren. Passt es noch nicht, dann wieder ein wenig weiter drehen – solange bis es passt. Es ist wirklich relativ einfach.

Der Trick ist: Du darfst immer nur ein bisschen an der Verstellschraube drehen, also Schritt für Schritt. Du kannst ja nicht wissen, wieviel sich der Schaltzug genau gedehnt hat. Viel Erfolg.