Gleiches Gehäuse, mehr Performance und neue Features.

Im Test: Garmin Edge 1030 Plus

01. September 2020
Im Test: Garmin Edge 1030 Plus

Zum Ende des Jahres 2011 hat Garmin das Edge 800 GPS Gerät herausgebracht. Damals mitunter bzw. das erste Gerät mit Touch-Screen und vielen Fahrradspezifischen Funktionen. Heute, etliche Jahre später und einige Generationen weiter ist das Edge 1030 Plus die Spitze der GPS Nahrungs-Kette.

Natürlich bietet das Gerät alle bekannten Funktionen. Dazu zählt alles was mit Geschwindigkeit (aktuelle, durchschnittliche), Zeit (Uhrzeit, zurückgelegte Zeit, Zeit bis zum Ziel), Distanzen (zurückgelegte Distanz, Distanz bis zum Ziel), Navigation (Ansicht auf Karte, Richtungsanzeige, Abbiegehinweise usw.) und Höhe (aktuelle Höhe, Anstieg, Abstieg ec.) zusammenhängt. Ebenfall ermöglicht das 1030 Plus auch die Kopplung mit einem Geschwindigkeit- und Trittfrequenzsensor, Brustgurt zur Bestimmung der Herzfrequenz und einem speziellen Wattmess-System. Mit weiteren Anzeigen und speziellen Auswertungen (u.a. Rundenzeiten ec.) steht einer detaillierten Auswertung für den ambitionierten Sportler nichts im Wege.

Neu gegenüber dem Vorgänger sind folgende Features:

  • Doppelter Interner Speicher 32gb statt 16gb
  • Kein micro SD Kartenslot mehr 
  • Erhöhte Empfindlichkeit des Displays
  • MTB Dynamics (Flow, Grit und Air-Time Analyse)
  • Trailforks Integration
  • Erhöhte Batterielaufzeit bis zu 24h
  • ClimpPro Anstiegspartner
  • Schnellere Berechnungen durch neuen Prozessor
  • Neue Rücknavigation beim Verlassen der Route. (Zielgerichteter und weniger Track orientiert)
  • Karten standardmäßig: Afrika, Europa, Nordamerika
  • Tagesformabhängige Trainingsvorschläge

Für Radler, die mehr mit dem Mountainbike unterwegs sind, unterstützt das Gerät auch alle, die gerne etwas Air unter den Reifen haben durch die „Air-Time Analyse“. Auch möglichst sauberes und flüssiges Fahren wird mit einer „Flow-Analyse“ belohnt. Nice to have! Als bei unserem Test eine der Meldungen kam hatte dies fasst die gleiche Bedeutung wie ein „Hey -  super gefahren“ oder „Coolen Sprung hingelegt“… Durchaus motivierend!

Ob jetzt jemand mit dem Tourenrad, Rennrad, Mountain-, oder Gravelbike unterwegs ist spielt keine Rolle. Jede Aktivität lässt sich bequem und einfach bearbeiten, löschen oder hinzufügen. Selbst im Detail lassen sich die einzelnen Trainingsseiten ganz nach persönlichem Geschmack gestalten.

Klingt alles nach recht viel Einstellungs- und Installationsaufwand? Ist es aber nicht! Jeder der ein Smartphone bedienen kann, kommt auch mit dem 1030 Plus klar. Vorweg sei noch erwähnt: Um das Gerät wirklich ordnungsgemäß zum Laufen zu bringen, ist ein Smartphone empfehlenswert (geht aber auch ohne). Auf dem Smartphone mit der Garmin Connect App und der Garmin Connect IQ App ist es aber komfortabler. Erstere dient unter anderem zur optimalen Einrichtung und Auswertung der Daten, letztere zur Konnektivität diverser Apps wie z.B. Komoot, Strava, Trailforks oder TrainingPeaks. Ganz nach Gusto gibt es freilich noch etliche andere Apps und Optionen. Generell kann man aber auch einfach das Gerät einschalten, einrichten und losfahren! Dank der sehr guten, vorinstallierten Fahrrad-Karte ist auch eine Navigation jederzeit möglich. Egal ob off- oder on-road.

Wie schlägt sich dieses Schweizer Taschenmesser der GPS Geräte im Test?

Ausprobiert haben wir es auf verschiedenen MTB-Touren und Rennrad-Ausfahrten. Nach etwa 30 Minuten Einrichtungszeit und persönlicher Anpassung war das Gerät komplett einsatzbereit und mit Apps verbunden. Zum Testen ging es dann in den Pfälzer Wald (wo es übrigens wirklich schöne MTB Touren gibt und mit den ganzen Burg-Ruinen auch noch einen gewissen Flair). Hier wurden sämtliche Strecken über Komoot geplant und auf das Gerät gespielt. Die Navigation war stets genau und hat sehr schnell und rechtzeitig reagiert. Wir konnten uns also ganz auf das Gerät verlassen und mussten in keiner Situation auf das Handy oder div. Karten schauen.

Das Display ist allgemein sehr scharf und mit einer Größe von 8,9 cm (3,5 Zoll) auch mehr als ausreichend groß. Abbiegehinweise wurden immer rechtzeitig angezeigt so dass man auch mal auf einem verblockten Trail keine Abzweigung verpasst hat. Im 1030 Plus wurde die Navigation zurück zur bestehenden Route verbessert. Ist man falsch abgebogen, so wird man Zielgerichteter zurück auf die Route geleitet und nicht wie bisher, auf dem schnellsten Weg zurück auf die Route. In der Praxis hat dieses Feature reibungslos funktioniert, ebenso wie die Navitation zu einem Startpunkt einer vorher festgelegten Route.

Allgemein wurden sämtliche zusätzlichen Sensoren (Herz, Tritt und Geschwindigkeiten) immer reibungslos erkannt und Veränderungen schnell auf dem Gerät angezeigt. Wer auf dem Rennrad gerne eher minimalistisch unterwegs ist, muss sich aber ggf. an die Größe des Gerätes gewöhnen. Es ist zwar kleiner als so manches Smartphone, aber mit den Maßen 58x114x19mm auch nicht super filigran.
Wirklich positiv erwähnen kann man den sehr guten, ausdauernden Akku, die sehr gute Ablesbarkeit des großen Displays (auch bei Sonneneinstrahlung!), eine wirklich gut funktionierende Navigation und die vorinstallierte Fahrrad-Karte.

Fazit

Ist das Garmin Edge 1030 für jeden geeignet? Ja und Nein! Wer seit 20 oder 30 Jahren nur mit Karten unterwegs ist, wird dies auch weiterhin tun. Egal ob du sportlich ambitioniert bist und ein Gerät zur maximalen Datenanalyse suchst, oder einfach nur Touren fahren möchtest. Beides ist mit dem Edge 1030 Plus problemlos möglich. Am Ende bleibt es dir überlassen welche Funktionen genützt werden, oder eben nicht.

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