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CUBE 2022 - Die wichtigsten Neuheiten bei den Mountainbikes

25. August 2021
CUBE 2022 - Die wichtigsten Neuheiten bei den Mountainbikes

Kann und muss eine Bike-Marke jedes Jahr eine Vielzahl an revolutionären Neuheiten präsentieren? Nein. Schon gar nicht ein Hersteller wie CUBE, dessen Angebotspalette eine derart große Vielfalt bietet. Dennoch demonstrieren die Oberpfälzer auch bei den kommenden 2022er Modellen eindrucksvoll, wie man mit cleveren Details und Modernisierungen den Fahrspaß und die Performance auf ein neues Level heben kann. Was auf jeden Fall bleibt, ist die gewohnt hohe Qualität und das top Preis-/Leistungsverhältnis.

Die MTB Highlights 2022

  • Komplett neue AMS Race-Fully-Serie
  • AMS Downcountry-Version mit mehr Federweg
  • Erweiterte Stereo 120 Baureihe, jetzt auch speziell für Frauen
  • Hochwertig und Trail-affin: Neues Stereo 120 HPC EX
  • Stereo 170 mit Facelift jetzt als ONE77 unterwegs
  • Reaction Alu-Hardtail-Serie mit neuem Rahmen
  • Neues Elite Race-Hardtail im unteren Preissegment

CUBE AMS

Leicht, agil, schnell - Das CUBE AMS steht seit jeher als Synonym für ein kompromisslose Race-Fully. Für 2022 wurden die AMS Modelle nicht nur komplett neu entwickelt, sondern es kommt darüber hinaus eine Modellvariante mit mehr Federweg an der Front hinzu. Man unterscheidet nun zwischen den Serien ZERO99 mit homogenem 100-Millimeter-Fahrwerk und ONE11, wo der 100-Millimeter-Hinterbau mit einer 120-Millimeter-Federgabel kombiniert wird. Wichtigstes Erkennungsmerkmal aller AMS Modelle ist die waagerechte Dämpferanlenkung und der vorhandene Platz für 2 Trinkflaschen am Unterrohr. Obligatorisch für ein solches Racebike sind 29-Zoll-Laufräder.

Oberstes Ziel bei der Neu-Entwicklung war es, Gewicht einzusparen. So ist der Rahmen jetzt aus dem C:68X Verbundstoff gefertigt, der auch bei den extrem leichten Roadbike-Serien zum Einsatz kommt. Dieses Material ermöglicht es außerdem, die Rohrquerschnitte deutlich schlanker zu gestalten. Unterm Strich sind es immerhin rund 300 Gramm weniger gegenüber dem AMS Vorgängermodell. Hobby-Racer und Pro‘s freuen sich beim ZERO99 über den maximal kurzen Hinterbau, der das Bike wendig und agil macht.

Die neue AMS Variante ONE11 richtet sich an sportliche Fahrer, die ein superleichtes und wendiges Trailbike suchen. Bei CUBE verwendet man dafür auch den Begriff „Downcountry“, der gewissermaßen auf den Spaßzuwachs bei der Abfahrt hindeutet. Während der Hinterbau beim ONE11 in Punkto Federweg quasi identisch zum ZERO99 ist (100 mm), spendierte man ihm jedoch etwas längere Kettenstreben. Die machen das Bike laufruhiger und bieten Platz für bis zu 2.4 Zoll breite Reifen (2.25 beim ZERO99). Entscheidend für das Plus an Komfort sind beim ONE11 die 120-mm-Federgabel und eine serienmäßige Vario-Sattelstütze.

Variabler Lenkwinkel - Mehr als ein Gimmick!

Mit einem verstellbaren Lenkwinkel bietet das neue AMS jetzt ein Feature, das bislang hauptsächlich an langhubigen Enduro Modellen zum Einsatz kam. In Zusammenarbeit mit dem renommierten Hersteller Acros wurde ein Steuerlager entwickelt, das sich mit Hilfe von Inserts in den Lagerschalen ohne Werkzeug in der vertikalen Flucht verstellen lässt. Damit lässt sich beim ZERO99 der Standard-Lenkwinkel von 68 Grad um 0,6 Grad ablachen. Beim ONE11 sind 66,8 Grad der Ausgangswert für die Abflachung. Unsere Meinung: 0,6 Grad hört sich vielleicht nach wenig an, bringt aber beim Fahrverhalten mehr als man denkt! Das Bike wird mit flacherem Lenkwinkel spürbar laufruhiger bei hohem Tempo.


CUBE Stereo

Das Stereo Fully ist der Dauerbrenner im CUBE Programm. Unter den Bikes der vier Modellreihen, alles Viergelenk-Fahrwerke mit unterschiedlichen Federwegen, findet garantiert jeder Biker seinen Favoriten für Trail und Tour. Neben neuen Farben/Designs und generell dem Jahrgang 2022 angepassten Ausstattungsgruppen, hat die Stereo 120er Serie die meisten Updates spendiert bekommen. Details dazu im Anschluss. Wundern dürfte sich, wer das bereits bekannte Stereo 170 sucht, denn diese Enduro-Serie heißt ab jetzt ONE77. Mehr zu diesem Modell ebenfalls weiter unten.

Bei den Stereo 140 und 150 Serien beschränken sich die Neuerungen auf Facelifts und Optimierungen im Detail hier und da. Geblieben ist beim 140er Stereo das 27.5-Zoll-Fahrwerk, was es zum besten Allround-Fully im CUBE Programm macht. Ebenfalls unverändert ist der Carbon-Hauptrahmen, der hier mit einem Alu-Hinterbau kombiniert wird. Uphill-Spezialisten sollten einen Blick auf das Topmodell Stereo 140 HPC SLT werfen, das neben hochwertigen Fox Factory Federelementen mit der leichten Magura MT8 Bremsanlage ausgestattet ist. Und wer ein modernes, tourentaugliches Enduro sucht, dürfte mit einem Stereo aus der 150er Baureihe mehr als glücklich werden. Die vier Modelle kommen mit Vollcarbon Rahmen in C:62 oder C:68 Qualität sowie komfortablen 29-Zoll-Laufrädern.

Frauen, die ein Allround-Fully suchen, müssen sich ab jetzt in der Stereo 120er Serie umschauen. Denn die separate Sting WS (= women) Serie wurde quasi ins neue Stereo 120 integriert. Speziell für diesen Einsatzbereich gibt es die neue Rahmengröße XS, die dazu passend mit 27,5-Zoll-Laufrädern ausgestattet ist. Diese bekannte CUBE Size-Split Option gilt beim neuen 120er Stereo für die Ausstattungsvarianten Pro und Race. Ab Rahmengröße S laufen alle Modelle auf 29-Zoll-Rädern. Während die beiden preiswerten Modelle mit Alu Rahmen kommen, besteht der Hauptrahmen bei den höher klassifizierten Modellen TM, EX und SLT aus Carbon. Lediglich der Hinterbau ist aus Alu gefertigt. Gut ankommen dürfte bei den Frauen auch, dass jetzt mehr Farbvarianten zur Wahl stehen.

Erweitert wird die Stereo 120 Serie durch das brandneue Stereo 120 HPC EX. Dank seiner ebenfalls neu auf den Markt gekommenen Fox Federelemente lässt es sich noch geschmeidiger über die Trails dirigieren. Es handelt sich vorne um die Fox 34 Float FitGrip 2 Gabel, in welcher die hochwertige Dämpferkartusche aus der bisherigen 38er und 36er Federgabel zum Einsatz kommt. Vierfach verstellbar und dank neuer Magnesium-Einheit noch leichter. Der Float X Factory Dämpfer am Heck ist ebenfalls eine Neuentwicklung und sorgt selbst auf ruppigsten Wegen für Ruhe im Fahrwerk. Eine Fox Transfer Factory Vario-Sattelstütze bildet das Sahnehäubchen auf der top Ausstattung.

Warum das Stereo 170 jetzt ONE77 heißt, darüber können wir nur mutmaßen. Vielleicht, weil es sich in Punkto Fahreigenschaften doch zu sehr von allen anderen Stereos unterscheidet? Denn das neue ONE77 ist tatsächlich ein lupenreines Enduro Bike, das seine Stärken hauptsächlich beim Downhill ausspielt. Wer öfter Mal bergauf fahren will, greift lieber zum Stereo 150. Mit der Namensänderung einher gehen einige Facelifts: Der Federweg bleibt bei 170 Millimeter, aber die Kinematik arbeitet jetzt progressiver, um besser auf harte Schläge reagieren zu können. Zudem wurde der Dämpferhub vereinheitlicht, so dass jetzt wahlweise Luft- oder Stahlfeder-Elemente montiert werden können. Der Lenkwinkel wurde für eine bessere Downhill-Performance nochmals flacher gelegt. Aber es bleibt das verstellbare Headset, mit dem sich der Lenkwinkel im Bereich von 0,6 Grad verstellen lässt. Freuen können sich auch groß gewachsene Fahrer, denn es kommt neu die Rahmengröße XXL hinzu.


CUBE Hardtail Serien

Trotz der Übermacht von Fullys sind Hardtails nach wie vor eine ernst zu nehmende Bike-Gattung. Denn nicht jeder Biker braucht wirklich ein vollgefedertes Fahrwerk. Zum Beispiel wenn du keine verblockten Trails im Hochgebirge fährst, sondern eher Flowtrails oder Forstwege bevorzugst. Auch im Highend-Race-Bereich spielen Hardtails immer noch eine große Rolle. Oder auf der anderen Seite im Einsteigerbereich, wenn das Budget kein vollgefedertes Bike zulässt. Selbst im Alltag, ausgestattet mit Schutzblechen, Gepäckträger und Licht sind Hardtails eine echte Alternative. Auch wenn CUBE Bikes generell ein unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis haben - ein Hardtail ist und bleibt deutlich günstiger in der Anschaffung als ein gleichwertig ausgestattetes Fully. Erwähnenswerte Neuheiten für 2022 findet man in den beliebten Serien Reaction und Access.

Markanteste Änderung ist der neue Rahmen bei den Reaction Aluminium Modellen. Die makellos und gleichmäßig geschuppten Schweißnähte an den Fügepunkten der Rohre   zeugen von Rahmenbau auf höchstem Niveau. Besonders schön geraten ist der im Smooth-Welding-Verfahren gefertigten Sitzrohr-Knotenpunkt unterhalb der Sattelklemme. Vorbildlich ist auch die Vorbereitung des Rahmens für Anbauteile im Alltag. Sämtliche Flansche sind vorhanden, aber unglaublich elegant versteckt. So ist beispielsweise die Aufnahme für den Hinterbau-Seitenständer nahtlos in den Flansch für den Scheibenbremssattel integriert. Auch alle Züge verlaufen im Inneren des Rahmens. Einen Abgang gibt es bei den Reaction Carbon Modellen zu vermelden: Das ehemalige Topmodell ist mit einigen Upgrades als C:62 ONE in die Elite-Serie aufgestiegen. Und das - typisch CUBE - bei unverändertem Preispunkt!

Die Access WS Serie bleibt nach dem Wegfall der Sting WS Fullys die einzige Serie, die sich voll und ganz an Frauen richtet. Das Kürzel WS steht für „women“. Unter zwei Carbon und sechs Aluminium Modellen können sportliche Bikerinnen aus dem Vollen schöpfen. Hinzu kommen zwei Allroad-Varianten, die ab Werk mit Schutzblechen, Gepäckträger und Seitenständer ausgestattet sind. Neu: Der Alu Rahmen wurde zwar in Punkto Geometrie  an die Bedürfnisse von Frauen angepasst, ist aber jetzt ansonsten baugleich mit dem 2022er Reaction Rahmen. Und dieser erfuhr ja - siehe oben - ein 100-Prozent-Update: Smooth-Welding-Schweißverfahren, schlanke und leichte Rohre, perfekt integrierte Anbauflansche für Zubehör und innenverlegte Züge.


Unser Fazit

Respekt, was für ein attraktives Programm der oberfränkische Hersteller CUBE wieder auf die Beine gestellt hat. Und das in diesen schwierigen Zeiten, wo es aufgrund der Corona-Krise häufig zu Lieferengpässen aus Fernost kam und kommt. Der Name CUBE steht auch weiterhin für Vielfalt, Qualität und ein überragendes Preis-/Leistungsverhältnis. Wir erwarten die ersten 2022er Modelle demnächst in unseren Filialen und im RABE Webstore. Unser Tipp: Regelmäßig unsere Website besuchen und den Newsletter abonnieren. Besonders spannend wird es Anfang September, wenn alle Details zu den neuen E-Bikes veröffentlicht werden dürfen. Reinschauen lohnt sich!

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